Narrenzunft Schwenningen e.V.

1928

Am 16. Januar wird im Gasthaus „Bahnhof“ die Narrenzunft, damals noch als Karnevalsverein „Hölzlekönig“, gegründet.

1928Um den guten alten Vaterbrauch wieder zu beleben, das gute Alte weiterzuleiten und auf neuen Formen aufzubauen, hatten sich bereits am 20. März 1927 eine Reihe von Männern und Frauen zusammengefunden, den Carnevalverein Hölzlekönig zu gründen. Er wollte Bürger, Bauern, Handwerker, Beamte und Arbeiter umfassen. Doch die Bestrebungen wollten nicht so vorangehen, sodass es bei der Bildung eines provisorischen Ausschusses blieb. Einer weiteren Initiative, am 10. Januar 1928, folgte schließlich im Gasthaus Bahnhof die Versammlung am 16. Januar 1928, in der schließlich der Verein gegründet wurde. Albert Schmid wurde erster Vorsitzender. Die Banner-Weihe wurde am 28. Januar 1928 durchgeführt. Bereits 1929 fand der erste Umzug statt. Da die Fasnet als solches eigentlich verboten war, führte man listenreich einen Reklameumzug durch. Es war der Fasnachts-Dienstag, der 13. Februar 1929. Tausende von Menschen hatten sich eingefunden. Trotz der sibirischen Kälte von -33° schauten sie sich den Umzug an. Festreiter, der Wagen mit Prinz Carneval, die Metzger- und Bäckerinnung und der Wirteverein waren dabei. Überschwänglich lobte die Zeitung: „Dass die Fasnacht am hiesigen Platze auf ein höheres Niveau gebracht werden kann, hat der junge Carnevalverein hier bewiesen. Er hat seine Aufgabe, die er sich gestellt hat, das Publikum hier am Platze zu halten, voll und ganz erfüllt.“
Die auswärtigen Gruppen wurden mit einem ersten Preis belohnt, wobei es sich um die Narrenzunft Bad Dürrheim und die Narrozunft Villingen handelte.
Doch die Polizei machte dem Elferrat der Zunft bald einen Strich durch die Rechnung und untersagte für 1930, wegen der wirtschaftlichen Lage, Umzüge.
Nicht einmal Reklameumzüge wurden erlaubt. In den Folgejahren, bis einschließlich 1934, verzichtete man auf Umzüge. Der Verein konzentrierte sich dabei auf die Ausrichtung von Saalveranstaltungen.