Der Hansel

Die verbreitetste Figur bei der Narrenzunft Schwenningen e.V. ist der Hansel.

Er trägt ein bemaltes Leinengewand. Auf den vorderen Hosenbeinen ist ein Uhrenhändler, als Hinweis auf die einstige Uhrenindustrie in Schwenningen, und eine Bäuerin zu sehen, beide in der Schwenninger Tracht. Die hinteren Hosenseiten zeigen einen jungen Tannenwald und den Hölzlekönig.

Die Rosen auf den Ärmeln sollen den nahenden Frühling symbolisieren.

Das rote Schultertuch soll bedeuten, dass alle Narren unter einem Tuch, einer Decke oder einer Kappe stecken.

Die aus Lindenholz geschnitzte Maske hat einen lächelnden, freundlichen Ausdruck. Auf dem Haarkranz, mit dem die Maske eingefasst ist, sind Spiegel angebracht, die den Zeitgeist widerspiegeln sollen, den der Narr beim Strählen beachtet und benützt. Die weiße Rüsche mit der blauen Einfassung wird aus einem 7 Meter langem, gestärkten und plissiertem Stoffstreifen genäht. Meist muss sie nach einer Saison aufgetrennt und neu gestärkt werden. Der Hansel trägt ein oder zwei Fuchsschwänze, wohl das wichtigste Attribut des Narren, das ihn zum Strählen berechtigt.

Das Geschell besteht aus sechs gekreuzten Rindslederriemen mit 42 oder 48 Glocken. Das Gewicht eines Geschells für einen Erwachsenen beträgt ca. 15 kg.

Der Pendel, dem Uhrenpendel einer Standuhr nachempfunden, verweist auf die einstige Industrie Schwenningens. Auf der einen Seite ist ein Zifferblatt mit der Uhrzeit 11:11 aufgemalt, die andere Seite zeigt eine Sonne, ebenfalls als Symbol für den nahenden Frühling.